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Die Macht der Kränkung

Vielen menschlichen Problemen liegt eine Kränkung zugrunde. Denn Kränkungen greifen unsere Selbstachtung, unser Ehrgefühl und unsere Werte an. Sie treffen uns im Innersten, wirken lange nach, können uns aus der Bahn werfen und uns krank machen, oder sogar zu Verbrechen und Kriegen führen. Über Kränkungen spricht man nicht, oft sind sie uns nicht einmal bewusst, obwohl sie so viel Unheil anrichten. “Besonders intensiv hat sich mir die Macht der Kränkung in meiner Tätigkeit als Kriminalpsychiater und Gerichtsgutachter gezeigt. Bei zahlreichen Mördern, Räubern oder Attentätern war kein anderes Motiv als tiefe Gekränktheit zu finden.“, so Reinhard Haller. Er beschreibt, welche Macht Kränkungen auf uns ausüben können und wie es gelingen kann, seelische Verletzungen zu verarbeiten.

The worm and the tree

Procol Harum 1977

The worm and the tree

Eine kleine Geschichte ums Werden und Vergehen. Sympathisch schlicht aus einer Zeit der großen Umbrüche in der Rockszene. Nicht nur deshalb mag ich auch solche Musik, die nicht laut schreiend auf sich aufmerksam macht. Sie lässt sich entdecken. Sie atmet zwar etwas Vergangenheit, ist aber in ihrem Wesen zeitlos. Artpop aus der ersten Reihe, damals wie heute. Eine Einladung zum Nachdenken und träumen oder ganz einfach zum Zurücklehnen und geniessen.

Gebrochener Stolz

Stolz war es einst, das grosse Schiff.
die Segel flatterten im Wind
vorbei am grossen Riff
mit leiser Kraft vom himmlischen  Kind.

Über Wellen glitt es dahin
allein auf weitem Meer
Sturm brach aus
es hielt ihm Gegenwehr,
bis dass es wieder vor dem Riffe stand
Es war zu schnell
und näher kam der gefährliche Strand.

Stolz war es einst, das grosse Schiff.
die Segel flatterten im Wind
vorbei am grossen Riff
mit tödlicher Kraft vom himmlischen  Kind.

Ein Traum aus Wolken

Im Lande Traum
sah ich einst zwei Pflanzen,
man glaubt es kaum
Im Abendlichte miteinander tanzen.

Es waren Blumen wunderschöner Natur,
von Leidenschaft bewegt,
dem Winde sich beugend nur,
von innerer Stimme völlig erregt.

Sie tanzten den Reigen der Geschlechter,
die Blüten schamlos enthüllt,
umschlungen waren sie jetzt noch fester,
von zärtlichster Hingabe erfüllt.

Der Wind blies sie zum Tanze
und er blies immer mehr.
Sie wurden getrennt in ihrem Glanze
und verloren sich im Himmelmeer.

Doch die Wurzeln sind geblieben.
Sie leben in den Wolken immerfort
und vielleicht treffen sich die beiden Lieben,
später wieder, an einem ganz geheimen Ort.

Von Gutenberg zu Gates

In seinem Tagebuch hat Sören Kierkegaard niedergeschrieben, dass Voraussicht eigentlich der Blick zurück ist, eine Widerspiegelung der Zukunft, die sich dem Auge erschließt, wenn es den Blick auf die Vergangenheit richtet. Neil Postman sah das Verschwinden der Kindheit kommen und fürchtete, dass wir uns zu Tode amüsieren. In diesem Vortrag plädiert er dringend für den Blick in die Vergangenheit, um Lösungen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und einen Weg aus der „digitalen Wahnwelt“ zu finden. Professor Dr. Neil Postman lehrte Medienökologie an der New York University in Manhatten und war der wohl bekannteste Kritiker der modernen Medien- und Konsumwelt. Eindringlich warnte er vor unkritischer Technikgläubigkeit und prophezeite Bildungsverlust und Werteverfall im digitalen Zeitalter. Er starb im Jahr 2003.

Von H nach p

Einst vernahm eines neuen Gedanken zarte Knospe eine wohlgesinnte Stimme.
suchend nach dem Wege, wesensgleicher Erfüllung, im Reich der Sinne.
Erlauschte Lautlosigkeit, erfühlte Sinnesreize und aufgehellte Phantasien Pracht,
Zartes fühlend, Hartes gebend, Schauer erregend und begehrend die ganze Nacht.

Es schoss aus einem Wesen der Gedanke Traum ans Tageslicht
aufgenommen vom anderen Wesen verschwand er aber nicht,
sondern fesselte die Körper, Geister, Seelen dicht,
ward immer enger, nahm ihnen die Freiheit nicht.

Berührt von seiner Schwester Gedanken Pollen,
wuchs Hingabe Bereitschaft dienen wollen,
ausgeschlüpfter Zauber Schönheit zeigen wollen,
fürsorglich Lust und Freude teilen wollen.

Doch in des einen Wesens Innern dunkler Wege, Irrlicht Krisis
Trüber Stimmung Sicht, Nebel Schatten Finsternis
Dem Gedanken Freiheit Schönheit Liebe nahm
Enttäuschung Leere Zweifel die Seelen überkam.

Des Gedanken Blüten dorrten welkten brannten gingen ein
ohnmächtige Ergriffenheit Betroffenheit, endlos traurig sein
Der Seelen Wellen Rauschen Insel Ruhe Kostbarkeit
Entzweit gespalten gebrochen - Einsamkeit.

Der Gedanke schien vergessen verschwunden, Trauer überwunden
als aus der verkohlten Blüten Asche eine neue zarte Knospe herausgefunden.
Erlauschte Lautlosigkeit, erfühlte Sinnesreize und aufgehellte Phantasien Pracht,
Zartes fühlend, Hartes gebend, Schauer erregend und begehrend die ganze Nacht.

Der Spiegel

Zu wandeln auf meinem Weg hat’ ich im Sinn
nach dem Nichts, ein Neubeginn
Aus mir selbst herausgetreten, von aussen inwärts gespäht
auf Liebe hoffend, ins Herzen einen Keimling gesäht.

Du warst es, die an mich dachte
mich besuchte, mit mir lachte
und mit Deinen Augen, glänzend wie zwei Stern
Licht mir brachtest in meines Herzens Kern.

Längst vergangen sind die Tage
Die Erinnerung an dunkle Leere ist nur noch vage
Einzig der Keimling trotzig Wurzeln trieb
flüsterte: «ich hab Dich lieb».

Ich spüre es fest im jetzt und hier
das wahre Glück kam zurück zu mir.
Der einstige Keimling ist längst gefestigt und fand Gestalt
Ich bin es selbst! – in Deinem Spiegel halt.

Ich spüre die Liebe und erinnere mich
welch Glück – ich liebe Dich!
Aber nur ganz nah bei Dir wird mir die Schönheit offenbar.
Erst in Deiner Augen Glanz erstrahlt die Liebe wunderbar.

Die Menschheit schafft sich ab

Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben entwickelte sich später, und erst seit rund 160.000 Jahren gibt es den aufrecht gehenden Homo sapiens. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er in die Natur ein, vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden. In den letzten 2000 Jahren hinterließ das „Anthropozän“ immer tiefere Spuren. Wissenschaft und Technik haben seit der Industriealisierung die Erde fest im Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, die Verpestung der Lufthülle, die Veränderung des Klimas, Wasserverschmutzung bis zur Kernspaltung oder unsere ausufernde Wohlstands-Verschwendungssucht. Energiehunger und virtuelles Kapital treiben einen zerstörerischen Kreislauf an. Und dabei werden wir immer mehr ... Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen?

Ich habe es eilig

Übersetzt aus dem Portugiesischen

Ich habe meine Jahre gezählt und festgestellt, dass ich weniger Zeit habe, zu leben, als ich bisher gelebt habe.

Ich fühle mich wie dieses Kind, das eine Schachtel Bonbons gewonnen hat: die ersten isst es mit Vergnügen, aber als es merkt, dass nur noch wenige übrig sind, beginnt es, sie wirklich zu genießen.

Ich habe keine Zeit für endlose Treffen, bei denen die Statuten, Regeln, Verfahren und internen Regelungen besprochen werden, in dem Wissen, dass nichts erreicht wird.

Ich habe keine Zeit mehr, absurde Menschen zu ertragen , die ungeachtet ihres Alters nicht erwachsen sind.

Ich habe keine Zeit mehr, mit Mittelmäßigkeiten umzugehen.

Ich will nicht in Versammlungen sein, in denen aufgeblasene Egos aufmarschieren.

Ich dulde keine Manipulierer und Opportunisten.

Ich ärgere mich über Neider, die versuchen, Fähigere in Verruf zu bringen, um sich ihre Plätze, Talente und Errungenschaften anzueignen.

Leute diskutieren keine Inhalte, nur Überschriften.

Meine Zeit ist zu kurz um Überschriften zu diskutieren.

Ich will das Wesentliche, denn meine Seele ist in Eile …

Ohne viele Süssigkeiten in der Packung…

Menschen, die über ihre Fehler lachen können, die sich nichts auf ihre Erfolge einbilden.

Die sich nicht vorzeitig berufen fühlen und die nicht vor ihrer Verantwortung fliehen.

Die die menschliche Würde verteidigen und die nur an der Seite der Wahrheit und Rechtschaffenheit gehen möchten.

Ich möchte mich mit Menschen umgeben, die es verstehen, die Herzen anderer zu berühren.

Menschen, die durch die harten Schläge des Lebens lernten, durch sanfte Berührungen der Seele zu wachsen.

Ja … ich habe es eilig … mit der Intensität zu leben, die nur die Reife geben kann.

Ich versuche, keine der Süßigkeiten, die mir noch bleiben, zu verschwenden …

Ich bin mir sicher, dass sie köstlicher sein werden, als die, die ich bereits gegessen habe.

Mein Ziel ist es, das Ende zufrieden zu erreichen, in Frieden mit mir, meinen Lieben und meinem Gewissen.

Wir haben zwei Leben und das zweite beginnt, wenn du erkennst, dass du nur eins hast.

Der Clown

In jenem Zelt
des Zirkus Welt
unter allen Wesen
die zu dieser Zeit dort gewesen,
- allein -
bewegte sich im engen noch gebliebenen Raum
der Clown.

Er tanzte, hüpfte, sprang,
weinte, lachte, sang
und liess sich unter lautem Schallen
auf seine dicke rote Nase fallen.

Applaus, Applaus,
sein Auftritt war noch nicht ganz aus.
Er stieg aufs Seil von starren Blicken Erwartungen
gezwungen.

Totenstille -
Trommelwirbel -
nur noch ein zwei Schritte 
bis zur Mitte. -
Ein Schrei zerriss die Stille.

In jenem Zelt
des Zirkus Welt
unter allen Wesen
die zu dieser Zeit dort gewesen,
- allein -
fiel im engen noch gebliebenen Raum
der Clown.
zwischen Zeit
und Ewigkeit.

Finanzblasen verständlich erklärt!

Chin Meyer, Kabaretist

Als Spekulationsblase, auch Finanzblase oder Blase (von englisch: speculative bubble, economic bubble, financial bubble) wird in der Makroökonomie eine Marktsituation bezeichnet, in der die Preise eines oder mehrerer Handelsgüter (zum Beispiel Rohstoffe oder Lebensmittel), Vermögensgegenstände (Immobilien und Wertpapiere wie zum Beispiel Aktien oder Anleihen) bei hohen Umsätzen über ihrem inneren Wert (auch: Fundamentalwert oder intrinsischer Wert) liegen. (Wikipedia)

Schluss mit den falschen Vorschriften.

Wichtig ist, was uns berührt

Lebe ich gesund? Trinke ich zu viel Bier? Esse ich genug Obst? Treibe ich genug Sport? Wie ist mein persönlicher Wasserverbrauch? Ständig kommen uns „Experten“ mit guten Ratschlägen und Vorschriften, wie wir unser Leben führen sollten. Eine Studie nach der anderen, ein Ratgeber jagt den Nächsten.
„Es reicht!“ meint Werner Bartens und empfiehlt uns, uns endlich wieder auf die eigenen Instinkte und Gefühle zu verlassen und das zu tun, was unser Inneres und unsere Erfahrung uns sagen.

Eigensinn

Eine Tugend gibt es, die liebe ich sehr, eine Einzige. Sie heißt Eigensinn. – Von all den vielen Tugenden, von denen wir in Büchern lesen und von Lehreren reden hören, kann ich nicht so viel halten. Und doch könnte man alle die vielen Tugenden, die der Mensch so erfunden hat, mit einem einzigen Namen umfassen. Tugend ist: Gehorsam Die Frage ist nur, wem ich gehorche. Nämlich auch der Eigensinn ist Gehorsam. Aber alle anderen, so sehr beliebten und belobten Tugenden sind Gehorsam gegen Gesetze, welche von Menschen gegeben sind. Einzig der Eigensinn ist es, der nach diesen Gesetzen nicht fragt. Wer eigensinnig ist, gehorcht einem anderen Gesetz, einem einzigen, unbedingt heiligen, dem Gesetz in sich selbst, dem „Sinn“ des „Eigenen“.

Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
Dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,
Blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
Zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.
Es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
Bereit zum Abschied sein und Neubeginne,
Um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
In andre, neue Bindungen zu geben.
Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
Der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Wir sollen heiter Raum um Raum durchschreiten,
An keinem wie an einer Heimat hängen,
Der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,
Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten.
Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
Und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen;
Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
Mag lähmender Gewöhnung sich entraffen.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
Uns neuen Räumen jung entgegen senden,
Des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
Wohlan denn Herz, nimm Abschied und gesunde!

Die den Sturm ernten

Wie der Westen Syrien in Chaos stürzte

Assad und seine Verbündeten sind verantwortlich für die Katastrophe in Syrien – so lautet die Mehrheitsmeinung. Doch freigegebene Geheimdienstdokumente und geleakte E-Mails von Entscheidungsträgern zeigen, so Michael Lüders, dass Assad dem Westen schon lange vor Beginn des Krieges im Jahr 2011 ein Dorn im Auge war. Westliche Kräfte versuchten gezielt, Assad zu entmachten. Und Europa erlebt gegenwärtig die Kehrseite dieser „Politik des Regimewechsels“: Flüchtlingsströme und eine erhöhte Terrorgefahr durch radikale Islamisten.