Die Geschichte ist fiktiv, das Drumherum ist es nicht. New York in den „Roaring Twenties“, eine Stadt im Vergnügungsrausch mit dem Broadway als Zentrum. Es war eine Zeit, als alles möglich schien. Die Wirtschaft des Landes florierte, die Bequemlichkeiten der modernden Technik wurden Teil des Alltags (Autos, Elektrizität, Telefon) und kulturell und gesellschaftlich herrschte Aufbruchstimmung: das junge Kino blühte, Jazz sorgte für neuen Schwung und die „Flapper“ verkörperten einen neuen Frauentyp, der sich nicht mehr alles sagen ließ. Hinzu kam, dass die Prohibition zwar Alkohol verbot, Schnaps aber dennoch in Strömen floss – sogar mehr als je zuvor. Dass am Ende der Feierlichkeiten die Weltwirtschaftskrise lauerte, konnte ja niemand ahnen. In dieser Zeit spielt „Broadway – Eine Straße in Amerika“. Und man spürt auf jeder Seite, auf jedem Bild die Liebe, die Autor und Zeichner Jean-François Bergeron alias Djief (White Crows) für diese Zeit empfindet. Die Panels knistern vor Lebensfreude und Begeisterung für das Nachtleben, für die Theater und Kabaretts der im Licht der Reklame hellerleuchtenden Straßen.
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