Articles in Category: Gesellschaft

Wem gehört die Welt?

Die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit haben sich Finanzfirmen eine dominante Stellung in der globalen Wirtschaft erarbeitet. Sie treffen dort auf das geballte Kapital von Staaten wie China, von arabischen Fürstentümern und russischen Oligarchen sowie auf die Milliarden von Pensionsfonds und großen Familienunternehmer-Dynastien, denen es um neue Produkte und neue Märkte geht. In diesem über Finanzmärkte gesteuerten Neokapitalismus findet weltweit eine Umverteilung von unten nach oben statt - zu denen, die diesen schrankenlosen Finanzkapitalismus beherrschen.
Wer sind die Protagonisten dieser Auseinandersetzung um Märkte, Rohstoffe und Firmen? Und welche Ziele verfolgen sie?

COVID-19 (das neue Corona Virus)

Das Grundeinkommen wäre Krisen-resistenter als die totale Abhängigkeit von der Wirtschaft

Die Regierungen der europäischen Staaten erlassen Weisungen, welche die Menschen auffordern soziale Kontakte einzuschränken, auf Distanz zu anderen Menschen zu gehen und die Hygiene zu intensivieren. Die Wirtschaft wird komplett heruntergefahren. Keiner weiss mehr womit er morgen, für die fehlenden Einnahmen aus seiner Tätigkeit, aufkommen soll. Unsicherheit und Zukunftsangst wachsen täglich. Ein Virus lähmt das gesellschaftliche als auch das ökonomische Leben. Plötzlich geht es ums Überleben. 

Zur Petition Bedingungsloses Grundeinkommen für die Schweiz in den nächsten 6 Monaten von Martin Fässler

Schöne neue digitale Welt?

Der «Philosophische Stammtisch»

Die Digitalisierung pflügt unsere Welt und unser Zusammenleben vollkommen um. Wir stehen an der Schwelle zu einem neuen Zeitalter. Was bedeutet der radikale technologische Wandel für uns Menschen? Bedrohen uns die künftigen Entwicklungen? Oder bietet die digitale Zukunft ungeahnte Chancen für alle?

Demokratieverständnis

Kritische Betrachtungen zu demokratischen Entwicklungen

Demokratie bedeutet nach dem altgriechischen «Herrschaft des Staatsvolkes». Dies kann mit unterschiedlichen Systemen mehr oder weniger zutreffen. Demokratien anerkennen im Idealfall die Gewaltentrennung, welche in der Verfassung festgeschrieben ist. Ihr Ideal ist die Volksherrschaft. Ihr Ziel ist der Schutz der Rechte des Individuums. Dafür werden Gesetze verfasst, die entweder von einer Mehrheit der Bürger oder einer Mehrheit von Parlamentariern angenommen werden müssen, damit sie in Kraft treten können. Ihre Legitimität erhält sie aus den Stimmen der Bürger. Je höher die Stimmbeteiligung, je höher die Legitimität. Da jedes Individuum eine Stimme hat, sind Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Grundsätze der Demokratie. Alle sind vor dem Gesetz gleich.

Von Gutenberg zu Gates

In seinem Tagebuch hat Sören Kierkegaard niedergeschrieben, dass Voraussicht eigentlich der Blick zurück ist, eine Widerspiegelung der Zukunft, die sich dem Auge erschließt, wenn es den Blick auf die Vergangenheit richtet. Neil Postman sah das Verschwinden der Kindheit kommen und fürchtete, dass wir uns zu Tode amüsieren. In diesem Vortrag plädiert er dringend für den Blick in die Vergangenheit, um Lösungen für die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts und einen Weg aus der „digitalen Wahnwelt“ zu finden. Professor Dr. Neil Postman lehrte Medienökologie an der New York University in Manhatten und war der wohl bekannteste Kritiker der modernen Medien- und Konsumwelt. Eindringlich warnte er vor unkritischer Technikgläubigkeit und prophezeite Bildungsverlust und Werteverfall im digitalen Zeitalter. Er starb im Jahr 2003.

Die Menschheit schafft sich ab

Seit 4,5 Milliarden Jahren zieht die Erde ihre Bahn um die Sonne. Das Leben entwickelte sich später, und erst seit rund 160.000 Jahren gibt es den aufrecht gehenden Homo sapiens. Mit Ackerbau und Viehzucht, Rodungen und Bewässerung griff er in die Natur ein, vermehrte sich und besiedelte selbst entlegenste Gegenden. In den letzten 2000 Jahren hinterließ das „Anthropozän“ immer tiefere Spuren. Wissenschaft und Technik haben seit der Industriealisierung die Erde fest im Griff. Sei es die Ausbeutung der Bodenschätze, die Verpestung der Lufthülle, die Veränderung des Klimas, Wasserverschmutzung bis zur Kernspaltung oder unsere ausufernde Wohlstands-Verschwendungssucht. Energiehunger und virtuelles Kapital treiben einen zerstörerischen Kreislauf an. Und dabei werden wir immer mehr ... Wie können wir diesen Teufelskreis durchbrechen?

Die klassische Netiquette

Von Arlene H. Rinaldi Academic/Institutional Support Services Florida Atlantic University Juli, 1994

Übersetzt von Christian Reiser Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Wien, Österreich Mai 1995

Vorwort

Die Formulierung dieser Anleitung war durch die Notwendigkeit motiviert, Richtlinien für alle Internetprotokolle zu erstellen, um sicher zu stellen, dass allen Benutzerinnen bewusst ist, dass die Möglichkeiten des Internets (kurz das Netz) nur unter der Voraussetzung verfügbar sind, dass jede einzelne für die Daten, auf die sie zugreift, oder die über das Netz übertragen werden, verantwortlich ist. Es wird davon ausgegangen, dass die Leserin mit den üblichen Begriffen des Internets vertraut ist. Ebenso wie für das englische Original wird auch die Vervielfältigung der Übersetzung erlaubt, solange der Text nicht verändert wird, oder bei auszugsweiser Verwendung auf die Quelle hingewiesen wird.

Schluss mit den falschen Vorschriften.

Wichtig ist, was uns berührt

Lebe ich gesund? Trinke ich zu viel Bier? Esse ich genug Obst? Treibe ich genug Sport? Wie ist mein persönlicher Wasserverbrauch? Ständig kommen uns „Experten“ mit guten Ratschlägen und Vorschriften, wie wir unser Leben führen sollten. Eine Studie nach der anderen, ein Ratgeber jagt den Nächsten.
„Es reicht!“ meint Werner Bartens und empfiehlt uns, uns endlich wieder auf die eigenen Instinkte und Gefühle zu verlassen und das zu tun, was unser Inneres und unsere Erfahrung uns sagen.

Die den Sturm ernten

Wie der Westen Syrien in Chaos stürzte

Assad und seine Verbündeten sind verantwortlich für die Katastrophe in Syrien – so lautet die Mehrheitsmeinung. Doch freigegebene Geheimdienstdokumente und geleakte E-Mails von Entscheidungsträgern zeigen, so Michael Lüders, dass Assad dem Westen schon lange vor Beginn des Krieges im Jahr 2011 ein Dorn im Auge war. Westliche Kräfte versuchten gezielt, Assad zu entmachten. Und Europa erlebt gegenwärtig die Kehrseite dieser „Politik des Regimewechsels“: Flüchtlingsströme und eine erhöhte Terrorgefahr durch radikale Islamisten.

Grundeinkommen

Ein Filmessay von Daniel Häni und Enno Schmidt (100min), 2008 Schweiz

„Ein Einkommen ist wie Luft unter den Flügeln!" so beginnt der Film. Sollte das für jeden bedingungslos sein? Kann es das geben: ein wirtschaftliches Bürgerrecht?

Der Film ist packend, bewegt, berührt und kommt gerade da auf den Punkt, wo es um reine Vernunft geht. Er lässt die Verhältnisse - und die Aufgabe des Geldes - unter einem neuen Licht sehen. Ein brandaktuelles Thema.

Elitendemokratie und Meinungsmanagement

Hat sich die Vorstellung vom "mündigen Bürger" überlebt?

Die Idee der Demokratie entsprang aus der Bemühung, eine gesellschaftliche Organisationsform zu finden, die am ehesten einen inneren (und äußeren) Frieden gewährleistet. Demokratie beruht auf der Idee, dass die Bürger zur politischen Selbstbestimmung befähigt sind. Inzwischen ist die Komplexität moderner Gesellschaften so groß geworden, dass kein Einzelner sie mehr zu erfassen vermag. Hat sich damit das demokratische Leitideal überlebt? Rainer Mausfeld erörtert diese Frage anhand der Kontroverse zwischen Walter Lippmann und John Dewey, zwei der bedeutendsten politischen Intellektuellen des vergangenen Jahrhunderts. Lippmann hielt die Idee des mündigen Bürgers‘ für eine Fiktion und plädierte für eine von Experten gelenkte Elitendemokratie. Dewey hingegen band die Frage der politischen Mündigkeit an die Voraussetzung eines freien und unverzerrten öffentlichen Debattenraumes. Diese Kontroverse ist auch für ein Verständnis der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen erhellend.

Die Zukunft ist ethisch – oder gar nicht

Der Begriff Ethik - eigentlich die Lehre vom richtigen Handeln - wird heute gerne und häufig, auch von Wirtschaftsführern und Politikern, benutzt. Dabei scheinen uns die Grundwerte und -normen des Zusammenlebens und der Verantwortung vielerorts verlorengegangen zu sein. Umweltzerstörung, Armut, Gewalt und Risikotechnologien bedrohen die Lebensgrundlagen und die Lebensqualität von immer mehr Menschen. Hans Ruh beschreibt, dass die Probleme nicht vorrangig materieller, sondern geistiger Natur sind. Weltweite Armut beispielsweise könnte beseitigt werden. Nicht Mangel an Materiellem, sondern fehlende geistige Orientierung verhindert Lösungen. Der Vortrag ist ein Plädoyer für eine tief greifende geistige Neuausrichtung, um Wege zu einer überlebensfähigen, menschenwürdigen Gesellschaft finden zu können.