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Hallo, ich bin Hermann.

Ich bin der Vater von drei Kindern, die mir alles bedeuten. Ich kam am 13.08.1961 in Winterthur zur Welt. Das war der Tag, an dem die Berliner Mauer gebaut wurde. Sie hielt bis zum 9.11.1989. Ich lebe noch. Allerdings hat mich diese Mauer immer und immer wieder beschäftigt. Sie steht für eine gewaltsame Trennung von Menschen. Die freiwilligen Trennungen sind aber auch nicht besser. Ich weiss es. Ich bin schon dreimal geschieden. Diese Webseite entsteht für meine Kinder. Danken möchte ich all den lieben Menschen, die mich mein Leben lang begleitet, inspiriert und geliebt haben. 

Ich bin auch der Betreiber dieser Webseite und für die Inhalte verantwortlich.

 


Gedanken zur festlichen Zeit 07/08

Ich breche heute mit einem Grundsatz, der hiess: Ich verschicke keine Grüsse zu Festtagen. Dieser Grundsatz ist entstanden, weil ich bezweifelte, dass ein solcher Gruss, vor allem von Firmen, ehrlich und mit Freude versandt wurde und ich sah es deshalb als Verschwendung und Beitrag zum Generieren von Papiermüll. Weil ich aber dieses Jahr kaum Grüsse, weder zu Geburtstag noch zu Weihnachten, von Unternehmen erhalten habe, glaube ich, dass diese unsinnige "Werbung" für einmal dem leidenschaftlichen, warmen und auch herzlichen Grusse gewichen ist. Es ist dies eine sehr positive Entwicklung, der ich gerne mit ein paar festlichen Gedanken an und mit euch folge. 

Gedanken zur festlichen Zeit 08/09

Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg


Ich erfreue mich guter Gesundheit und kontinuierlicher Schaffenskraft. Auch mein seelisches und geistiges Leben sind im Gleichgewicht. Einzig im wirtschaftlichen Leben kann ich, nach all den Jahren, immer noch nur auf mittelmässige Erfolge zurückschauen. Ich müsste mich wiederholt von Grundsätzen trennen, die mir das Leben wertvoll machen, um im wirtschaftlichen Sinne erfolgreich zu werden. Das führte mich nach reiflicher Überlegung zum Schluss, dass wenn man mich alleine nach der Kaufkraft bewertete, ich eigentlich wertlos bin.

 

Das Fest der Liebe 12/13

Gedicht zum Advent (Neufassung von 2018)

Es glitzern die Lichter im Advent und Düfte von Zimt, Nelken und Wein
laden zum Besuch des Jahrmarkts ein.
Schenken will ich, das bringt Glück! 
Den einen Lieben ein edles Stück
und den lieben Kindern was zum Spielen,
nicht ohne auf deren funkelnden Augen Dank zu schielen. -

Laute Verkäufer, mahnende Worte müder Eltern und der Kinder Geschrei.
der Leute Gemurmel, Weihnachtslieder, Durchsagen, Einerlei 
Verloren in Menschenmassen Bedürfnissen, allein
Übersatt von Angeboten und Feilscherei'n
sehnt mein Herz nach einer Pause;
sehnt es sich nach Hause.

Stimmengewirr und Marktgetöse in der Ferne verhallen
Schneeflocken leise tanzend vom Himmel fallen,
der schnaufend Hauch entweicht sichtbar in die kühle Winternacht 
Die Welt verstummt im Kleid der weissen Pracht.
nur knirschende Schritte und des Atems dumpfer Klang
bleiben hörbar auf des Heimwegs Gang.

Aus der Stille erklingen leise Töne, und festliche Musik lässt ahnen
wo sich der Liebe, Freude Wurzeln bahnen.
Lauschend den nun immer mächtigeren Chören
mitsingend, mitschwingend, beschwörend.
Des Herzens Schlag hebt an zu schweben,
das Himmelreich im Innern beginnt sich zu erheben.

Jetzt endlich, alleine mit der Zeit, 
fliesst der eigenen Liebe Kraft und Energie.
Glühendes, glitzerndes Leuchten in die Augen steigt,
Welt und Gott sich fanden, klingen zusammen in Harmonie.
Himmlische Chöre und Posaunen Schall, 
Fröhliche Weihnachten überall.

 

Original Fassung von 2012

Gedanken zur festlichen Zeit 14/15

Erste Weihnachten nach meiner schweren Depression

Am Ende dieses, für mich persönlich schwierigen Jahres, mache ich mir erneut Gedanken um Sinn und Lebenszweck meiner selbst und des menschlichen Wesens an sich. Ich war lange der Meinung, dass jeder seines eigenen Glückes Schmied ist und verstand es so, dass alles was von mir selber ausgeht mein persönliches Glücksempfinden stärkt. Alles was von aussen kommt, also alles was ohne eigenes Zutun entsteht, eine Art von Glück zweiter Klasse darstellt. Mit dieser Erkenntnis habe ich dann begonnen aufzubauen, gut zu sein,  wurde Philosoph, erdachte und spannte ein Liebesnetz um mich und die Welt, liebte mich und alle andern, glaubte Bedeutung zu haben, war Optimist, wurde zum Retter und gutherzigen Unterstützer, krampfte für ein bisschen Anerkennung und Liebe bis die Energie nachliess und einer dunklen Erschöpfung wich. Gefühle wie Freude, Liebe, Hass und Anteilnahme verkümmerten einer verdorrenden Pflanze gleich.

Gedanken zur festlichen Zeit 15/16

Weihnachten ist das Fest der Liebe und sollte auch fest der Besinnung sein. Schliesslich wurde uns an diesem Tag der Erlöser geboren. Ich glaube, dass wenn uns der Erlöser in die heutige Zeit geboren würde, wir nicht im Stande wären ihn zu erkennen. Man kann aber annehmen, dass er heute wie damals ähnliche Herausforderungen vorgefunden hätte. Jesus gab den Blinden das Augenlicht, verhalf dem Lahmen zum Gehen, heilte Aussätzige, nahm sich Zeit für die Kurtisane, zerstörte den Handel im Tempel, wurde verraten und nahm mit seinem Tod all unsere Schulden auf sich.

Gedanken zur festlichen Zeit 16/17

Ich habe genug von diesen Selbstdarstellern, Lügnern und Hetzern; von diesen um Aufmerksamkeit ringenden Idioten mit ihren gewalttätigen Vorstellungen. Ich habe genug von den ewig gestrigen und all denen die glauben, man kann nichts gegen die Missstände unternehmen, weil es immer so war und weil es halt so ist. Ich habe genug von den heilsversprechenden Blendern und deren bis zur Selbstverleugnung geblendeten Heilsempfängern, die sinnberaubt ihren Führern folgen.

Gedanken zur festlichen Zeit 17/18

Ich träume von einem würdigen Umgang mit unserer Umwelt. Ich träume von einem individuellen und gesellschaftlichen Für- und Miteinander. Ich träume von Gleichberechtigung und Respekt gegenüber allen Menschen, Fauna und Flora. Ich träume von Liebe und Vergebung. Ich träume von einer besseren Welt, für Dich, der Du Dir die Zeit nimmst, diesen Text zu lesen und genauso für mich und für uns alle.

Kauf du Sau!

Sprache ist mächtig. Ohne sie ist Leere im Geiste, ohne sie findet keine Erkenntnis statt. Bewusstes Wahrnehmen, wird nicht wenig durch unsere Sprache bestimmt. Sie ist machtvoll – und kann schön sein! Sie ist mehr als ein Vehikel für Inhalte und Bedeutung. Sie ist eine graziöse Tänzerin in den unendlich vielen Farbtönen der Assoziation. Sie vermag es, ein Feuerwerk aus Bildern in unserem Kopf zu zünden, sie ist rhythmisch und malt Klänge tief ins innerste Ohr.

Lust auf Verzicht?

Für wen Verzicht gewinnbringend ist.

Erwerbsarbeit, Konsum und Besitz sind nach wie vor die treibenden Kräfte der früh-industrialisierten Gesellschaften und Basis für deren Gesetzgebungen. Materielle Prosperität und Reichtum bedeuten immer noch Ansehen, Glück und Lebenssinn. Auch unsere Alterssicherungen basieren auf diesen Pfeilern. Zu konsumieren bedeutet immer noch Freiheit und Segen. Längst schon wird viel mehr produziert als wir benötigen.

Morgen ist gestern in zwei Tagen

Gedanken zur Liebe

Denken ist «fruchtbar und anregend» manchmal aber auch «furchtbar anstrengend». So nahe diese Wortkombinationen phonetisch liegen so weit sind sie sinngemäss voneinander entfernt. Jede genauere Betrachtung von Gegensätzen offenbart auch Nähen und bei noch genauerer Betrachtung, deren wechselseitige Bedingung. Gegensätze stehen da, um den Fluss von Energie zu ermöglichen. Sie sind nicht einfach gut oder schlecht, schwarz oder weiss, plus oder minus. Gegensätze sind die Grenzen unserer Gesellschaft, Rechtsordnung, Religion und der natürlichen Energie. 

Der Clown

In jenem Zelt
des Zirkus Welt
unter allen Wesen
die zu dieser Zeit dort gewesen,
- allein -
bewegte sich im engen noch gebliebenen Raum
der Clown.

Er tanzte, hüpfte, sprang,
weinte, lachte, sang
und liess sich unter lautem Schallen
auf seine dicke rote Nase fallen.

Applaus, Applaus,
sein Auftritt war noch nicht ganz aus.
Er stieg aufs Seil von starren Blicken Erwartungen
gezwungen.

Totenstille -
Trommelwirbel -
nur noch ein zwei Schritte 
bis zur Mitte. -
Ein Schrei zerriss die Stille.

In jenem Zelt
des Zirkus Welt
unter allen Wesen
die zu dieser Zeit dort gewesen,
- allein -
fiel im engen noch gebliebenen Raum
der Clown.
zwischen Zeit
und Ewigkeit.

Der Spiegel

Zu wandeln auf meinem Weg hat’ ich im Sinn
nach dem Nichts, ein Neubeginn
Aus mir selbst herausgetreten, von aussen inwärts gespäht
auf Liebe hoffend, ins Herzen einen Keimling gesäht.

Du warst es, die an mich dachte
mich besuchte, mit mir lachte
und mit Deinen Augen, glänzend wie zwei Stern
Licht mir brachtest in meines Herzens Kern.

Längst vergangen sind die Tage
Die Erinnerung an dunkle Leere ist nur noch vage
Einzig der Keimling trotzig Wurzeln trieb
flüsterte: «ich hab Dich lieb».

Ich spüre es fest im jetzt und hier
das wahre Glück kam zurück zu mir.
Der einstige Keimling ist längst gefestigt und fand Gestalt
Ich bin es selbst! – in Deinem Spiegel halt.

Ich spüre die Liebe und erinnere mich
welch Glück – ich liebe Dich!
Aber nur ganz nah bei Dir wird mir die Schönheit offenbar.
Erst in Deiner Augen Glanz erstrahlt die Liebe wunderbar.

Von H nach p

Einst vernahm eines neuen Gedanken zarte Knospe eine wohlgesinnte Stimme.
suchend nach dem Wege, wesensgleicher Erfüllung, im Reich der Sinne.
Erlauschte Lautlosigkeit, erfühlte Sinnesreize und aufgehellte Phantasien Pracht,
Zartes fühlend, Hartes gebend, Schauer erregend und begehrend die ganze Nacht.

Es schoss aus einem Wesen der Gedanke Traum ans Tageslicht
aufgenommen vom anderen Wesen verschwand er aber nicht,
sondern fesselte die Körper, Geister, Seelen dicht,
ward immer enger, nahm ihnen die Freiheit nicht.

Berührt von seiner Schwester Gedanken Pollen,
wuchs Hingabe Bereitschaft dienen wollen,
ausgeschlüpfter Zauber Schönheit zeigen wollen,
fürsorglich Lust und Freude teilen wollen.

Doch in des einen Wesens Innern dunkler Wege, Irrlicht Krisis
Trüber Stimmung Sicht, Nebel Schatten Finsternis
Dem Gedanken Freiheit Schönheit Liebe nahm
Enttäuschung Leere Zweifel die Seelen überkam.

Des Gedanken Blüten dorrten welkten brannten gingen ein
ohnmächtige Ergriffenheit Betroffenheit, endlos traurig sein
Der Seelen Wellen Rauschen Insel Ruhe Kostbarkeit
Entzweit gespalten gebrochen - Einsamkeit.

Der Gedanke schien vergessen verschwunden, Trauer überwunden
als aus der verkohlten Blüten Asche eine neue zarte Knospe herausgefunden.
Erlauschte Lautlosigkeit, erfühlte Sinnesreize und aufgehellte Phantasien Pracht,
Zartes fühlend, Hartes gebend, Schauer erregend und begehrend die ganze Nacht.

Ein Traum aus Wolken

Im Lande Traum
sah ich einst zwei Pflanzen,
man glaubt es kaum
Im Abendlichte miteinander tanzen.

Es waren Blumen wunderschöner Natur,
von Leidenschaft bewegt,
dem Winde sich beugend nur,
von innerer Stimme völlig erregt.

Sie tanzten den Reigen der Geschlechter,
die Blüten schamlos enthüllt,
umschlungen waren sie jetzt noch fester,
von zärtlichster Hingabe erfüllt.

Der Wind blies sie zum Tanze
und er blies immer mehr.
Sie wurden getrennt in ihrem Glanze
und verloren sich im Himmelmeer.

Doch die Wurzeln sind geblieben.
Sie leben in den Wolken immerfort
und vielleicht treffen sich die beiden Lieben,
später wieder, an einem ganz geheimen Ort.

Gebrochener Stolz

Stolz war es einst, das grosse Schiff.
die Segel flatterten im Wind
vorbei am grossen Riff
mit leiser Kraft vom himmlischen  Kind.

Über Wellen glitt es dahin
allein auf weitem Meer
Sturm brach aus
es hielt ihm Gegenwehr,
bis dass es wieder vor dem Riffe stand
Es war zu schnell
und näher kam der gefährliche Strand.

Stolz war es einst, das grosse Schiff.
die Segel flatterten im Wind
vorbei am grossen Riff
mit tödlicher Kraft vom himmlischen  Kind.

Demokratieverständnis

Kritische Betrachtungen zu demokratischen Entwicklungen

Demokratie bedeutet nach dem altgriechischen «Herrschaft des Staatsvolkes». Dies kann mit unterschiedlichen Systemen mehr oder weniger zutreffen. Demokratien anerkennen im Idealfall die Gewaltentrennung, welche in der Verfassung festgeschrieben ist. Ihr Ideal ist die Volksherrschaft. Ihr Ziel ist der Schutz der Rechte des Individuums. Dafür werden Gesetze verfasst, die entweder von einer Mehrheit der Bürger oder einer Mehrheit von Parlamentariern angenommen werden müssen, damit sie in Kraft treten können. Ihre Legitimität erhält sie aus den Stimmen der Bürger. Je höher die Stimmbeteiligung, je höher die Legitimität. Da jedes Individuum eine Stimme hat, sind Gleichberechtigung und Gleichbehandlung Grundsätze der Demokratie. Alle sind vor dem Gesetz gleich.