Zitat zum Nachdenken

Vorsicht und Mißtrauen sind gute Dinge, nur sind auch ihnen gegenüber Vorsicht und Mißtrauen nötig.
Christian Morgenstern, deutscher Schriftsteller (1871 - 1914)

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Die UBS-Krise Drucken E-Mail
Die Vorzeigebank der Schweiz ist gestolpert und gefallen. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte schrieb die UBS 2007 tiefrote Zahlen. Rund 4.4 Milliarden Franken Verlust musste der Schweizer Finanzgigant verzeichnen. Später erfolgten Abschreiber in Milliardenhöhe, welche Finanzspritzen aus Nah- und Fernost nötig machten, um das überleben der Bank zu sichern. Die Krise erschütterte auch das Vertrauen in den Finanzplatz Schweiz.

Dass die Bank derart ins Trudeln gekommen ist, hat mehrere Gründe. Einerseits ein schlechtes, beziehungsweise kaum vorhandenes Risikomanagement. Es erlaubte Investmentbankern im grossen Stil in unsichere Wertpapiere der US-Immobilienbranche zu investieren. Der Boom und tiefe Zinsen verleiteten US-Banken, Kredite an finanzschwache Haushalte zu vergeben. Diese risikobehafteten Wertpapiere verkauften sie an grössere Institutionen weiter. So landeten bei der UBS faule Wertschriften für 45 Milliarden Franken. Andererseits kaufte die UBS innerhalb von wenigen Jahren im Wert von fast 27 Milliarden eigene Aktien zurück. Deren Vernichtung brachte Kursgewinne; das Eigenkapital fehlte aber zur Deckung der risikobehafteten Immobilienpapiere.


Das Scheitern trägt auch einen Namen: Marcel Ospel. Seit 2001 an der Spitze des Verwaltungsratestrug Ospel einen Grossteil der Verantwortung für die UBS-Strategie. Während Jahren stand der VR-Präsident dank Boni- und Lohnbezügen nur privat in der Kritik. Nun musste er im April 2008 die Konsequenzen ziehen und zurücktreten.

 
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