Zitat zum Nachdenken

Arbeit ist oft die einzige Erholung von der Last des Daseins.
Peter Rosegger, österreichischer Schriftsteller (1843 - 1918)

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Deutschland zu Beginn der 70er Jahre: Gruppen wie Kraftwerk, Can, Faust, Ash Ra Tempel, Tangerine Dream oder Popol Vuh revolutionieren die deutsche Rockszene. Vielseitigkeit, Experimentierlust und Kompositionen jenseits klassischer Strophen- und Refrain-Songstrukturen zeichnen diese Gruppen aus. Bewusste Grenzüberschreitung und Klangforschungen gehören zu ihrem Selbstverständnis. So entsteht innerhalb weniger Jahre eine völlig eigenständige Musikszene in Deutschland, deren Gruppen von der internationalen Musikpresse zunächst abwertend als "Krautrocker" bezeichnet werden.

Erstaunlicherweise wusste man dann aber "Rock made in Germany" im Ausland viel mehr zu schätzen als in Deutschland selbst. Gerade in England herrscht ab Mitte der Siebziger eine regelrechte Euphorie vor, die über Jahrzehnte anhält, zahlreiche Bands beeinflusst und in der Veröffentlichung von Julian Copes Musik-Enzyklopädie "Krautrocksampler" Mitte der 90er Jahre gipfelt.
Die Verdienste dieser frühen Gruppen wurden später leider oft von dem grösseren kommerziellen Erfolg ihrer Nachfolger überschattet. Dabei gäbe es heute weder Techno noch Ambient-Musik oder internationale Erfolge deutscher Gruppen von Rammstein über Halloween bis Blind Guardian ohne die Vorarbeit dieser musikalischen Pioniere. Auch Deutschlands internationale Superstars, die Scorpions, stammen aus dieser ära. In dem 90-minütigen Dokumentarfilm "Roboter essen kein Sauerkraut" wird diese Epoche wieder zum Leben erweckt. Alle stilprägenden Gruppen jener Jahre werden in Wort und Bild vorgestellt, darunter viele selten gezeigte Aufnahmen.

"Krautrock" ist neben dem Autorenkino jener Jahre eine der wichtigsten kulturellen Leistungen der deutschen Nachkriegszeit und der deutsche Beitrag zur Rock- und Popgeschichte schlechthin. Nicht zufällig gibt es zahlreiche überschneidungen zwischen Musik und Kino, denn Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder oder Werner Herzog griffen in ihren Soundtracks gerne und häufig auf den Sound der sogenannten "Krautrocker" zurück. So auch der Regisseur Roland Klick, der für den Soundtrack seines im Anschluss an den Dokumentarfilm gezeigten Kultfilmes "Deadlock" mit der Gruppe "Can" zusammenarbeitete.
 

siehe auch Es klang so schön am Rhein

 
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