Zitat zum Nachdenken

Die Dichter sind gegen ihre Erlebnisse schamlos: Sie beuten sie aus.
Friedrich Nietzsche, deutscher Philosoph (1844 - 1900)

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Kultur
Aus Klein & Wagner Drucken E-Mail
Klein, die Hauptfigur der Erzählung, beschliesst, sich das Leben zu nehmen.
 
I
n die kleine Zahl von Augenblicken, welche er von da an noch lebte, war viel mehr Erlebnis gedrängt als in die vierzig Jahre, die er zuvor bis zu diesem Ziel unterwegs gewesen war. Es begann damit: Im Moment, wo er fiel, wo er einen Blitz lang zwischen Bootsrand und Wasser schwebte, stellte sich ihm dar, dass er einen Selbstmord begehe, eine Kinderei, etwas zwar nicht Schlimmes, aber Komisches und ziemlich Törichtes. Das Pathos des Sterbenwollens und das Pathos des Sterbens selbst fiel in sich zusammen, es war nichts damit. Sein Sterben war nicht mehr notwendig, jetzt nicht mehr.
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Von Meng Hsiä wird berichtet Drucken E-Mail
A
ls ihm zu Ohren kam, dass neuerdings die jungen Künstler sich darin übten, auf dem Kopf zu stehen, um eine neue Weise des Sehens zu erproben, unterzog Meng Hsiä sich sofort ebenfalls dieser übung, und nachdem er es eine Weile damit probiert hatte, sagte er zu seinen Schülern: «Neu und schöner blickt die Welt mir ins Auge, wenn ich mich auf den Kopf stelle.»
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Aus Martins Tagebuch Drucken E-Mail
V
orgestern war der wichtigste Tag meines Lebens. Da habe ich zum ersten Male etwas erlebt und zu spüren bekommen, was ich vorher gar nicht kannte und wovon mir doch jetzt scheint, ich habe es immer und immer gesucht und geahnt, mein Leben lang. Es hängt mit den Träumen zusammen. Diese hatten mich ja schon immer beschäftigt, und oft war ich erstaunt und traurig darüber, wie flüchtig Träume sind, wie schnell sie am Morgen vergehen, wie schüchtern sie vor der leisesten Berührung mit der Vernunft davonlaufen.
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Eigensinn Drucken E-Mail
E
ine Tugend gibt es, die liebe ich sehr, eine einzige. Sie heisst Eigensinn. – Von den vielen Tugenden, von denen wir in Büchern lesen und von Lehrern reden hören, kann ich nicht so viel halten. Und doch könnte man alle die vielen Tugenden, die der Mensch sich erfunden hat, mit einem einzigen Namen umfassen. Tugend ist: Gehorsam. Die Frage ist nur, wem man gehorche. Nämlich auch der Eigensinn ist Gehorsam. Aber alle andern, so sehr beliebten und belobten Tugenden sind Gehorsam gegen Gesetze, welche von Menschen gegeben sind. Einzig der Eigensinn ist es, der nach diesen Gesetzen nicht fragt. Wer eigensinnig ist, gehorcht einem andern Gesetz, einem einzigen, unbedingt heiligen, dem Gesetz in sich selbst, dem ›Sinn‹ des ›Eigenen‹.

Hermann Hesse

 
Sei wachsam Drucken E-Mail

Sei wachsam, es ist überlebenswichtig. Aber worauf sollen wir achten? Allein die Unachtsamkeit ein Rotlicht zu übersehen kann tödliche Folgen haben. Sei wachsam. Worüber kann man noch wachen? Reinhard Mey fasst Alltägliches zusammen. Sei wachsam und lies weiter.

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