Keine Identität ohne Liebe
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it dem unvergesslichen Titel «Wer bin ich - und wenn ja, wie viele?» hat der Philosoph und Publizist Richard David Precht 2007 Zehntausende dazu verführt, sein Buch zu lesen. Auf seiner philosophischen Reise lässt er keine der grossen Fragen aus: Was ist Wahrheit? Woher weiss ich, wer ich bin? Warum soll ich gut sein?

 

2009 folgt, gleichsam als Antwort auf die Suche nach sich selbst und wiederum in Grossauflage: «Liebe. Ein unordentliches Gefühl». Darin rodet Precht den Dschungel der Beziehungs-Ratgeber-Literatur. Er zeigt auf, warum man unser Liebesleben nicht auf biologische Muster reduzieren kann und warum es nett, aber falsch ist, uns glauben zu machen: «Die Liebe will nichts von dem anderen, sondern alles für den anderen».
Wer bin ich? Ohne Liebe keine Antwort, sagt Precht. Und: Die Liebe ist der privilegierte Spiegel, in dem sich der Einzelne auch in der modernen, fragmentarisierten Gesellschaft als etwas Ganzes erfährt.   

 
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